Die Elternreise nach Portugal (Herbstferien 2017)

Das westlichste Land Europas ist Portugal; der westlichste Punkt Portugals – und vor der Entdeckung Amerikas das inoffizielle Ende der Welt – ist Cabo da Roca, eine der vielen Stationen der Elternreise der Johannes Kepler Privatschulen vom 30. Oktober bis 4. November 2017. Aber beginnen wir am Anfang – Tag 1 in Belem, einem malerischen Stadtteil von Portugals Hauptstadt Lissabon.

Die erste Station der Elternreise 2017 führte uns zur berühmten Tejo-Brücke mit ihrem grandiosen Ausblick auf die Stadt und den Fluss, der im Atlantik mündet. Am Ufer dieses steht auch das große Seefahrerdenkmal von Prinz Heinrich dem Seefahrer. Quasi um die Ecke befindet sich auch das Restaurant, in dem wir gemeinsam zu Mittag aßen. Sie lieben einen guten Espresso? Dann ist Belem das Paradies für Sie, denn den gibt es an jeder Ecke für grade mal 60 Cent!
Auch am Abend blieben wir in der Nähe des Flusses, denn der letzte Besichtigungstermin des Tages war der Torre de Belem, der Turm am Ufer des Flusses. Danach war es Zeit, dass wir für den nächsten Tag Kraft sammelten – bequem eingerichtete Apartments warteten auf uns. Morgen würde es in die 30 Minuten entfernte Stadt Sintra gehen.

In Sintra, der aufgrund ihrer historischen Kulturlandschaft von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt, führte uns der Weg zunächst zum märchenhaft anmutenden Palast mit seinen beeindruckenden Türmen. Überall in der Stadt, die auch Luftkurort ist, findet man an den Fassaden und in den Geschäften die für Portugal typischen Fliesen. Auch die aus Kork hergestellten Taschen, Schuhe und der Schmuck sind ein Renner bei den Touristen. Auch in Sintra gibt es natürlich Espresso, aber ausdrücklich warnen müssen wir vor dem Dessert „Pasteis de Belem“. Das Zeug macht süchtig! Wir haben es hier das erste Mal probiert und sind bis zum Rückflug nicht mehr davon losgekommen.

Die nächste Station war Cabo de Roca, wie bereits erwähnt, der westlichste Punkt Europas. Atlantischer Ozean, wohin das Auge reicht – ein ehrfurchtsgebietender Ausblick auf die majestätische Größe des Meeres mit einem Hauch von Fernweh. Irgendwo da hinten liegt Amerika… Die stürmische Meeresbrise lässt etwas Seefahrerromantik aufkommen. An der Küste „Boca da Inferno“ sahen wir von imposant geformte Felsen, über Jahrhunderte von den kräftigen Wellen des Atlantiks behauen und bearbeitet. Diese Wellen haben in ihrer zweiten Funktion als Transportmittel auch überall an den Felswänden Seesterne angesiedelt. Die Boca da Inferno bietet damit eine super dramatische Kulisse für Selfies und Gruppenfotos. Auch wir konnten der Gelegenheit nicht widerstehen.
Den Abend nutzten einige von uns um das Fußballspiel Lissabon gegen Juventus Turin live im Stadion zu sehen. Der Rest bereitete sich im Geiste schon einmal für den dritten Tag vor, der uns nach Alfama, der Altstadt Lissabons führen würde.

Alfama ist vermutlich aus dem arabischen Begriff „al-hamma“ abgeleitet, was sich mit Quellen oder Bäder übersetzen ließe. In der Altstadt Lissabons gibt es so viel zu sehen, dass man dafür genügend Zeit reservieren sollte. Zu erwähnen seien hier insbesondere die hügeligen, engen Straßen mit den oft gekachelten und geschmückten Altbauten oder der wunderschöne Park Eduardo in der Stadtmitte mit seinen zahlreichen Statuen und Denkmälern. Aus der Altstadt führte uns unser Weg über die Tejo-Brücke zur großen Christus-Statue Christo Rei, der siebtgrößten Christus-Statue der Welt. Rund um die Statue sind auch viele Olivenbäume zu finden; die besten Olivenöle kommen ja bekanntlich aus Portugal.
Den dritten Tag rundete ein leckeres Fisch-Abendessen beim berühmtesten Yachtclub des Landes ab. Unser Reiseführer, Fatih Günes, hatte uns dort Plätze reserviert und so für einen tollen Abend gesorgt.
In der Stadt Nazare, unserem vorletzten Reiseziel am vierten Tag, gibt es die größten Wellen der Welt, weshalb diese Stadt ein Mekka der Surfer ist. Leider verhinderte die zum wunderbaren Wetter gehörende Flaute sehr erfolgreich, dass die Wellen ihr Maximum bis zu 30 Meter erreichen konnten. Dafür wurden wir mit einer einzigartigen Aussicht entschädigt.
Nach dem Mittagessen war noch etwas Zeit bis zur Fahrt zur letzten Station Obidos, daher konnte sich die Reisegruppe noch zu Spaß und Entspannung am wunderschönen Sandstrand versammeln.

Obidos ist eine märchenhaft verspielte Kleinstadt, umrandet von Türmen. Auch sie ist geprägt von kleinen, engen Straßen und Gassen, geschmückt mit Blumen und den typischen Fliesen an den Fassaden. Berühmt ist das Städtchen auch für seine Schokoladen.
Am letzten Tag in Portugal war kein besonderes Programm mehr vorgesehen. Jeder konnte nach Lust und Laune durch Lissabon flanieren, sich nochmal die Plätze ansehen, die ihm besonders gefallen hatten oder sich mit Souvenirs eindecken. Treffpunkt für das letzte gemeinsame Essen war der Praca do Comercio. Und weil Schönes immer viel zu schnell zu Ende geht, war ein Gesprächsthema bei diesem Essen natürlich das mögliche nächste Reiseziel. Könnte die nächste Elternreise eventuell in die ewige Stadt führen?

Doch dann war es Zeit für den Abschied und wir fuhren zum Flughafen.

Besondere Dank geht an Fatih Günes, Absolvent der Johannes Kepler Privatschulen und Organisator dieser Elternreise. Wir verdanken ihm viele bleibende Erinnerungen.

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